Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre Single Cask Tasting

Datenblatt

Herkunft: Barbados
Destillerie: Foursquare
Abfüller: Compagnie des Indes
Destilliert: Dezember 2007
Abgefüllt im: Juli 2018
Limitierung: 378 Flaschen
Alter: 10 Jahre

Ausgangsstoff: Melasse

Herstellungsverfahren: Single Cask
Destillationsverfahren: Gemisch aus Pot– & Columnstill

Preis: EUR 104,88* oder deutlich günstiger hier, oder hier*

Alkohol: 43%

Bekannte zugesetzte Stoffe: keine

Vielen Dank an perola-shop.de, die mir diesen Rum zur Verfügung gestellt haben. Dies hat jedoch selbstverständlich keinerlei Einfluss auf die Bewertung.
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Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre Single Cask front opt
  • Geruch 86% 86%
  • Geschmack 84% 84%
  • Süße 38% 38%
  • Milde 80% 80%
  • Preis / Leistung 65% 65%
  • Gesamt 85% 85%
P

Einsteigertauglich

P

Mild

P

Zusammenspiel aus süß und fruchtig

O

Leichte Spiritus-Fehlnoten

=

Vorwort

Vor etwas längerer Zeit hatte ich bereits den Compagnie des Indes Barbados 16 Jahre Single Cask Rum im Tasting. Dieser gefiel mir damals sehr gut und das tut er auch heute noch. Erkennbar auch an der sehr guten Gesamtwertung mit 90 Punkten. Nun war Perola so freundlich mir Samples der 10 und 18 Jahre alten CDI Barbados Single Cask Abfüllungen zukommen zu lassen. Auch hier stammt der Rum wieder aus der Foursquare Destillerie. Natürlich haben wir hier jeweils andere Jahrgänge und unterschiedliche Alkoholstärken, durch die selbe Destillerie und Abfüller eignen sie sich aber dennoch für einen Vergleich. Ich werde also in den Tastings immer wieder den Bezug zu den beiden anderen Abfüllungen herstellen. Das Tasting zum 16 Jährigen gibts hier und das zum 18 Jährigen hier.
Kommen wir jetzt also zum Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre Single Cask.

Zusammenfassung

Der Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre erreicht sehr gute 85 Punkte. Das ist zwar nicht ganz so überragend wie der 16 Jährige, aber immerhin auf einem Niveau mit dem fast doppelt so teuren 18 Jährigen. Geschmacklich ist er quasi eine light Version des 16 Jährigen. Man bekommt also ebenso eine Mischung aus fruchtig und süßlich, aber deutlich weniger intensiv und in einem nicht ganz so hervorragenden Zusammenspiel. Dafür eine ganze Ecke günstiger. Schnäppchen darf sich allerdings keiner der 3 nennen. Nach wie vor ist Foursquare* aber fast immer ein Garant für guten Rum. Wer Rums der Destillerie mag, wird auch von diesem hier nicht enttäuscht sein.

Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre Single Cask seite opt
Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre Single Cask front opt
Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre Single Cask Sample

Quasi die „light Variante“ des älteren Bruders.

=

Geruch

Im Geruch ist der Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre schon recht nah am 16 Jährigen. Man hat auch hier erst einmal eine recht deutliche Alkoholnote, die aber dennoch noch genug Raum für andere Aromen lässt. Wieder erkennt man eine Mischung aus süß und fruchtig mit moderatem Holzeinfluss und nur geringer Würze. Vanille und Karamell wechseln sich mit Zitrusnoten, Banane und Ananas ab. Alles aber eine ganze Ecke weniger intensiv als beim 16 Jährigen. Grundsätzlich sind beide aber deutlich näher beieinander als ich bei 6 Jahren Unterschied in der Reifedauer und einem völlig anderen Jahrgang erwartet hätte. Das bestätigt mich dabei, dass ein Vergleich dieser 3 Rums trotz der Unterschiede auf dem Papier sinnvoll ist. Der 18 Jährige Compagnie des Indes Barbados hingegen unterscheidet sich hier mit viel kräftigerem Holzaroma und dafür weniger süßlichen Noten deutlich von den beiden Anderen.
Vom Geruch ist der 16 Jährige mein Favorit, da er die ausgewogenste Mischung bei gleichzeitig guter Intensität mit bringt.

*

=

Geschmack

Auch im Geschmack setzt sich der Eindruck fort. So ist der Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre* auch hier sehr ähnlich, aber weniger intensiv. Quasi alles einen Tick sanfter und milder. Sowohl Geschmack als auch die alkoholische Schärfe. Er ist etwas süßer, mit weniger Holz und dadurch auch weniger Würze. Karamell und Vanille finden sich aber hier ebenso wieder wie leichte Fruchtnoten in Form von Banane und mit etwas gutem Willen auch Birne. Außerdem fallen trotz der geringeren Schärfe leichte Spiritusnoten auf, wie man sie sonst eher von sehr jungen Destillaten, wie beispielsweise dem Mount Gay Eclipse, kennt. Bewegt sich aber alles noch im Rahmen und ist nicht sonderlich störend. Trotz geringerem Holzeinfluss, hat der Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre dennoch minimal mehr Bitterstoffe, als die 6 Jahre ältere Abfüllung.
Der Abgang ist mittellang und überwiegend geprägt von Würze und zunehmenden Bitterstoffen.
Leider gelingt dem 10 Jährigen die Mischung zwischen süß und fruchtig weit weniger gut, als noch beim 16 Jährigen, obwohl beide Seiten durchaus noch erkennbar sind. Wenn man so will, bekommt man also die light Variante vom 16 Jährigen. Das ist nicht schlecht und kostet ja auch weniger, ist aber eben auch lange nicht so interessant. Hier reichts also beim Geschmack nicht für eine Wertung im 90iger Bereich. Gute 84 Punkte sind aber drin.
Dem gegenüber steht auch wieder der 18 Jährige Compagnie des Indes Barbados, bei dem der Geschmack grundsätzlich intensiver ist, der aber auch einiges an Frucht eingebüßt hat. Dafür bekommt man hier Holz und süßlich herbe Aromen in Hülle und Fülle. Die Fruchtnoten beschränken sich dafür leider mit leicht hintergründigen Mango und Zitrusnoten auf ein Minimum.
Alle 3 sind sehr gute Rums, aber auch beim Geschmack hat der Compagnie des Indes 16 Jahre mit dem vielseitigsten Aroma bei guter Intensität die Nase vorn.

=

Preis / Leistung

Das P/L Verhältnis würde ich hier auf einem Niveau mit dem 16 Jährigen sehen, denn der Geschmack ist etwas „einfacher“, wenn man so will. Dafür ist der Preis* aber auch geringer. Insgesamt also auch hier noch gute 65 Punkte. Einen Ausreißer nach unten leistet sich nur der 18 Jährige. Ein Schnäppchen sind aber alle 3 Abfüllungen leider nicht.

=

Blindkauf ?

Geschmacklich ja, denn abgesehen von der hin und wieder aufflammenden leichten Spiritusnote gibts keine weiteren Fehlnoten. Bei einem Preis von rund 60-70€*, sollte man sich das aber trotzdem gut überlegen. Wenn man Foursquare Rums kennt, mag und idealerweise auch schon differenzieren kann, welches Alter einem am meisten zusagt, kann man es wagen. Mit einem Sample ist man aber natürlich immer auf der sicheren Seite und würde ich in diesen Preisregionen eigentlich immer anraten. Einfach mal die Shops ansprechen, auch wenn sie offiziell keine Samples anbieten. Oft gibt es trotzdem die Möglichkeit welche zu bekommen. Alternativ bieten sich private Samples über Facebookgruppen oder Foren an.

Geschmacklich vergleichbar ist der Compagnie des Indes Barbados 10 Jahre* mit dem 16 Jährigen Bruder und etwas entfernter natürlich auch noch mit dem 18 Jährigen. Außerdem finden sich leichte Gemeinsamkeiten mit dem Caraibes.

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