Compagnie des Indes Guyana 12 Jahre Tasting

Datenblatt

Herkunft: Guyana
Destillerie: Demerara Distillers Limited (Diamond); Port Mourant Still
Abfüller: Compagnie des Indes
Destilliert: Dezember 2003
Abgefüllt im: April 2016
Limitierung: 310 Flaschen exklusiv für Deutschland abgefüllt
Alter: 12 Jahre

Ausgangsstoff: Melasse

Herstellungsverfahren: Single Cask

Preis: EUR 73,49* oder günstiger hier, oder hier*

Alkohol: 45%

Bekannte zugesetzte Stoffe: keine

Vielen Dank an perola-shop.de, die mir diesen Rum zur Verfügung gestellt haben. Dies hat jedoch selbstverständlich keinerlei Einfluss auf die Bewertung.
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Compagnie des Indes Guyana 12 Jahre front
  • Geruch 79% 79%
  • Geschmack 80% 80%
  • Süße 35% 35%
  • Milde 72% 72%
  • Preis / Leistung 60% 60%
  • Gesamt 78% 78%
P

Herb

P

Komplexer Geruch

P

Unbehandelt

O

Einfacher als erwartet

O

P/L könnte besser sein

Audible 6 Monate zum halben Preis

Zusammenfassung

Da sieht mans mal wieder, längere Reifung ist nicht unbedingt immer besser. Den Compagnie des Indes Guyana 12 Jahre* sehe ich geschmacklich leicht hinter dem 8 Jährigen und deutlich teurer ist er auch noch. Versteht mich nicht falsch, der CDI Guyana 12 ist ein guter Rum und hat sicherlich seine Daseinsberechtigung, wirklich aufgewertet haben ihn die 4 Jahre längere Reifung meiner Ansicht nach allerdings nicht. Mit Gesamt 78 Punkten kann man aber durchaus noch eine Kaufempfehlung aussprechen, sofern man weiß, worauf man sich einlässt.

Compagnie des Indes Guyana 12 Jahre Sample

Guter Rum, längere Reifung ist aber nicht immer vorteilhaft

=

Geruch

Der Compagnie des Indes Guyana 12 Jahre riecht nach Kräutern und insgesamt recht herb, aber doch merklich weniger als der 8 Jährige Guyana aus dem selben Hause. Das ist natürlich nicht das Einzige. Ebenfalls erkennen lassen sich Trauben, Rotwein, Fruchtester, Holz und rote Beeren. Der Alkohol ist durchaus gut wahrnehmbar, aber nicht unangenehm scharf. Der Geruch ist schon deutlich fruchtiger als beim 8 Jährigen.
Der Compagnie des Indes Guyana 12 Jahre gefällt mir insgesamt leicht besser, da die viel stärkere Fruchtnote interessanter wirkt und auch einen interessanteren und hoffentlich komplexen Geschmack erwarten lässt. Fruchtige Rums sind jedenfalls selten langweilig.

*

=

Geschmack

Im Mund ist der Compagnie des Indes Guyana 12 Jahre* etwas süßer und der Alkohol ist trotz 2% mehr, besser eingebunden als bei seinem jüngeren Bruder. Wirklich gut ist es aber leider auch hier nicht. Erkennbar sind noch Marzipan und Bittermandel. Leider ist er weniger fruchtig als erwartet, aber ein paar Brombeeren kommen schon noch durch. Trotz 4 Jahre längerer Reifung fällt der Holzeinfluss beim Compagnie des Indes Guyana 12 Jahre nur durch mehr Tannine und Bitterkeit auf, wirkt insgesamt aber trotzdem rund und gut trinkbar. Auch der 12 Jährige ist allerdings wieder deutlich weniger komplex als erhofft.
Im mittellangen Abgang erkannt man etwas stärkere Bitternoten, Tannine und wieder etwas Bittermandel und ganz hintergründig ein paar dunkle Beeren. Der Abgang kommt für mich aber eindeutig nicht an den des jüngeren Guyana 8 Jahre heran.
Insgesamt ist der Geschmack gut, aber ich hatte gerade nach dem fruchtigen Geruch etwas mehr erwartet. So ist er geschmacklich in meinen Augen sogar leicht hinter dem 8 Jährigen.

=

Preis / Leistung

Guckt man sich rein die Daten an: Guyana (Diamond Distillers), Single Cask, 12 Jahre tropische Reifung und nicht nachbehandelt, dann ist der Preis von EUR 73,49* nicht zu beanstanden. Entscheidend ist aber immer noch der Geschmack und da schwächelt der Compagnie des Indes Guyana 12 Jahre ein wenig. Er ist für sich genommen gut, verglichen mit dem 4 Jahre jüngeren und mit EUR 60,49* deutlich günstigeren 8 Jährigen aber nicht besser, nur anders. Daher werte ich das P/L Verhältnis hier nicht so hoch, da der 8 Jährige in meinen Augen der bessere Deal ist.

=

Blindkauf ?

Hier gilt quasi das Gleiche wie beim 8 Jährigen CDI Guyana.
Wer Guyana ungesüßt kennt und mag, kann bedenkenlos blind zugreifen. Der Alkohol ist nicht ganz perfekt eingebunden, davon abgesehen leistet er sich aber keine großen Fehler. Auch wenn er geschmacklich nicht so komplex ist wie erwartet, sollten Einsteiger aber lieber die Finger davon lassen. Meiner Erfahrung nach wirkt die Kombination von Herb, Ester und alkoholischer Schärfe auf die meisten Einsteiger doch eher abschreckend. Solltest du dich also gerade erst für Rum interessieren, schau lieber einmal in der Einsteigerempfehlung nach. Die dort vorgestellten Rums sind deutlich zugänglicher.

Geschmacklich vergleichbar ist der Compagnie des Indes Guyana 12 Jahre natürlich mit seinem jüngeren Bruder, dem Compagnie des Indes Guyana 8 Jahre und grundsätzlich natürlich mit den vielen anderen ungesüßten Abfüllungen aus Guyana.

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