Datentransparenz und DSGVO auf Ruminfo

Wie die Meisten von euch sicherlich mitbekommen haben, ist am 25.05.18 die neue EU-Datenschutzgrundverordnung kurz DSGVO in Kraft getreten. Da auch ich somit gezwungen war einige Änderungen an der Website vorzunehmen, möchte ich dies im Zuge größtmöglicher Transparenz auch gleichzeitig zum Anlass nehmen euch in diesem Beitrag in einfachen Worten über die Änderungen und die Hintergründe zu informieren.
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Was hat sich also für euch auf Ruminfo geändert?

• Kommentarfunktion: Ab sofort müsst ihr mit einem Haken im Kontrollkästchen die Speicherung eurer Daten bestätigten, bevor ihr etwas schreiben könnt. Aber keine Panik, ihr braucht nun absolut keine persönlichen Daten mehr angeben. Im Gegensatz zu vorher ist eine Mail Adresse beispielsweise nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Der Hinweis zum Einverständnis der Speicherung bezieht sich rein auf eure IP. Die IP speichere ich nur für den Fall, falls ein Kommentar mal strafrechtlich relevant werden sollte. Dies aber auch nur 60 Tage lang. Danach wird die IP automatisch aus der Datenbank gelöscht und ist nach weiteren 7 Tagen auch aus den Backups gelöscht.

• Unten links seht ihr nun beim erstmaligen Besuch (oder nach löschen der Cookies) einen Cookiehinweis eingeblendet, welcher euch bei Bedarf zur Datenschutzerklärung weiterleitet. Cookies sind für eine komfortable Nutzung der meisten Internetseiten unerlässlich und dienen sehr vielfältigen Zwecken. Beispielsweise wird dort auch sowas wie die Displayauflösung gespeichert, um Inhalte der Website auf euer Gerät angepasst darstellen zu lassen. Jegliche Einstellungen, ob bewusste oder wie im Fall der Displayauflösung unbewusste, werden i.d.R. in Cookies gespeichert. Aber auch für das Tracking oder Werbung werden Cookies gespeichert. Dazu unten mehr.

• Beim erstmaligen Besuch der Seite bekommt ihr einen Hinweis von Affilinet / Awin angezeigt, wo ihr das Setzen von Cookies durch Affilinet auf Wunsch komplett unterbinden könnt. Damit wäre die Werbung dann nicht mehr personalisiert, was dazu führt, dass ihr immer noch Werbung angezeigt bekommt, diese aber willkürlich ist und nicht mehr euren Vorlieben entspricht. Dies geht über die Vorgaben der DSGVO hinaus und würde sogar schon die Vorgaben der e-Privacy Verordnung erfüllen, wenn sie denn nach aktuellem Stand beschlossen werden würde.

• Bis zu einem DSGVO konformem Update des Herstellers ist das Social Sharing Plugin* deaktiviert. Ihr könnt also vorerst Inhalte nicht mehr so einfach teilen wie zuvor, sondern müsst auf die Funktionen eures Browsers ausweichen, bzw. Links manuell kopieren. Das wird aber kein Dauerzustand sein.

• Die Datenschutzerklärung wurde umfangreich überarbeitet und an die DSGVO angepasst.
Im Hintergrund hat sich noch einiges mehr getan, so habe ich viele Einstellungen angepasst, Plugins ausgetauscht und diverse AV-Verträge geschlossen. Das aber nur am Rande.
IP Exkurs

Normalerweise hätte mich die DSGVO gar nicht betroffen, da ich mich auch schon vorher an das recht umfangreiche deutsche Datenschutzgesetz gehalten habe und außer eurer IP sowieso keine personenbezogenen Daten erhebe und dementsprechend auch keine gespeichert habe. Leider wird jedoch bei der DSGVO auch die IP zu den personenbezogenen Daten gezählt. Das ist in meinen Augen völlig weltfremd, denn IPs sind niemals Personen, sondern immer nur Geräten zugeordnet und die IP alleine lässt auch in nahezu keinem Fall einen eindeutigen Rückschluss auf eine Person zu. IPs sind dynamisch, werden also ständig neu vergeben. Bei manchen Providern auch heute noch alle 24h. Die IP vom Provider sagt aber auch wenig über die Person aus, denn wer genau hinter dem Router sitzt, lässt sich damit noch immer nicht sagen. In einer Firma mit sagen wir 500 Leuten, geht nach außen auch nur eine IP raus, obwohl 500 Menschen intern Daten übertragen. Der Router leitet (routet) die Datenpakete entsprechend, aber Empfänger außerhalb des firmeninternen Netzes sehen trotzdem immer nur die eine öffentliche IP des Routers. Gleiches gilt auch in jedem privaten Haushalt. Sobald mehr als eine Person im Haushalt lebt, lässt sich schon nicht mehr genau sagen, wer einen entsprechenden Dienst mit der ausgehenden IP genutzt hat. Aber selbst bei nur einer Person ist es bei weitem nicht eindeutig, denn auch da bleiben diverse Möglichkeiten offen. Es könnte Jemand zu Besuch gewesen sein, Jemand könnte sich unbefugt Zugriff zum Netz verschafft haben, oder man könnte seine IP auch einfach via VPN verschleiern. Mittlerweile sind die VPN Dienste ohne technisches Wissen einfach zu benutzen, sodass Jeder ohne großen Aufwand seine öffentliche IP verschleiern kann. Zusätzlich kommt hinzu, dass IP nun einmal für die Kommunikation im Internet unerlässlich ist. Die IP wird überall gebraucht. Für jeden Aufruf einer Website, Skype, Downloads, Navigation über Google Maps, Youtube, usw usw. einfach alles halt. Und das waren nur die naheliegendsten Gründe, warum es in meinen Augen geradezu absurd ist, die IP zu den personenbezogenen Daten zu zählen. Solange die Rechtsprechung allerdings nichts gegenteiliges feststellt, ist es aber nun leider so und auch wenn es unverständlich ist, muss ich mich daran halten.

Tracking & Werbung

Noch einmal zum Thema Tracking und Werbung. Der Ein oder Andere mag sich fragen, warum überhaupt irgendwelche Daten gespeichert werden müssen und wenn es auch nur die IP ist. Das liegt zum einen am Tracking, damit ich sehen kann, wie die Nutzer auf meiner Seite interagieren. Wie viele Zugriffe es also gibt, welche Seiten besonders oft aufgerufen werden und wo beispielsweise viele Nutzer aussteigen. Darüber kann ich keinerlei Personen zuordnen, das dient einzig und allein dazu, den Kontent zu liefern, den ihr haben möchtet und gleichzeitig um zu sehen, wo ich Dinge verbessern kann. Zum Anderen gibt es ja noch die Werbung. Die Werbung wäre natürlich nicht zwingend notwendig, hilft mir aber die Seite weiter zu betreiben und somit natürlich auch euch. Der Betrieb einer Internetseite kostet einmalig (Theme, Plugins, Einrichtungsgebühr) und monatlich (Hosting, Domain, SSL Zertifikat, ggf. Support) Geld. Ganz abgesehen von der eigenen Zeit, die alleine für die Verwaltung und Technik drauf geht. Das sind bei einer kleinen Seite wie dieser hier keine riesigen Summen, aber 2 Stellige Euro Beträge sind es monatlich schon und einmalig auch gern mal 3 Stellig. Um diese Kosten ein wenig zu kompensieren, bietet es sich an ein wenig Werbung zu schalten oder Affiliatelinks zu benutzen.

Affiliatelinks

Affiliatelinks sind Links bei denen ich bei einem Kauf eines Produktes eine Provision bekomme. Für euch ändert sich dadurch nichts. Ihr zahlt dadurch weder mehr, noch habt ihr einen anderen Nachteil. Ich kennzeichne hier auf Ruminfo dennoch alle Afiiliatelinks mit einem *Sternchen, damit ihr bereits vor dem Klicken genau wisst, dass ihr beim Klick zu einem Shop weitergeleitet werdet. Ich könnte auch versuchen diese Links extra zu verschleiern oder anderweitig die Leute auszutricksen um Provisionen zu bekommen, aber das ist einfach nicht mein Stil. Ich finde Transparenz nicht nur bei Rum wichtig und wenn Jemand gerne aktiv zum Erhalt und zur Unterstützung der Seite beitragen möchte, darf er gerne über meine Affiliatelinks etwas kaufen, was er vllt. sowieso gekauft hätte. Aber die Seite bleibt auch weiterhin für alle benutzbar, die das nicht tun möchten. Das steht jedem frei. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht, durch diese Art von Werbung wird man in aller Regel nicht reich und die Webseite bleibt selbst nach gegenrechnen der Werbeeinnahmen noch ein Verlustgeschäft. Zur Einordnung, meine Provision bei Rum beispielsweise liegt in der Regel bei 5-6% des netto Warenwerts. Würdet ihr also über einen meiner Affiliatelinks einen Rum kaufen der euch 20€ kostet, würde ich davon 0,84€ – 1€ brutto vom Anbieter bekommen. Diesen Betrag muss ich aber auch noch ganz normal als Einkommen versteuern. Rechnen wir hier im Mittel mit rund 35% Einkommenssteuer, kommen wir auf 0,55€ – 0,65€ die ich am Ende wirklich bekomme. Ihr seht, damit allein nur die laufenden monatlichen Kosten zu decken ist schon gar nicht so einfach und in der Regel nicht möglich. Wer also der Meinung ist, die ganzen Blogger inkl. mir schalten Werbung nur um sich zu bereichern, der irrt. Nur bei wirklich sehr großen Seiten (die auch mehr Kosten haben) steht am Ende ein Plus. Werbung dient in den weit überwiegenden Fällen einfach nur der Kostenreduktion, bleibt im Endeffekt aber ein Verlustgeschäft.

Kurzum, ich speichere außer eurer größtenteils anonymisierten IP Adresse keinerlei Daten von euch und die paar wenigen Cookies die ich setze sind leider notwendig. Wer die Seite unterstützen möchte, kann das gern machen, indem er über die Affiliatelinks auf dieser Seite einkauft. Für euch ist das komplett kostenlos und ohne Nachteile. Ist doch wieder ein längerer Text geworden als ursprünglich geplant, aber so wisst ihr nun welche Daten von euch gespeichert werden und vor allem auch warum. Falls noch Fragen offen sind, lasst gerne einen Kommentar da, oder schreibt mir eine Mail an info@ruminfo.de
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