Opthimus 25 Jahre Rum Tasting

Gesamtwertung

55/100

Hier gehts zum Vergleichsvideo zwischen Opthimus 21 und 25:

Datenblatt

Herkunft: Dominikanische Republik

Hersteller / Destillerie: Oliver & Oliver

Alter: bis zu 25 Jahre lang in alten Eichenholzfässern gereift

Herstellungsverfahren: Solera

Preis: EUR 82,90 *

Alkohol: 38%

Bekannte zugesetzte Stoffe: Zuckerkulör, 35g/l Zucker

  • Geruch 50%
  • Geschmack 55%
  • Süße 70%
  • Milde 60%
  • Preis / Leistung 10%
  • Gesamt 55%
P

Keine Extravaganzen

P

Edles Erscheinungsbild

O

Viele Bitterstoffe

O

Recht stark gesüßt

O

Preis deutlich zu hoch für das Gebotene

Zusammenfassung

Meiner Ansicht nach ist der Opthimus 25 insgesamt ziemlich langweilig. Es gibt keine großen Überraschungen. Einfach das typische Aroma eines Melassedestillats mit ordentlich Süße dabei, welche aber notwendig ist, um die deutlich wahrnehmbaren Bitterstoffe zumindest erträglich zu machen. Ein alltäglicher Geschmack kann ja durchaus auch etwas Gutes sein, aber dafür ist der Preis hier dann einfach zu hoch. Dieses Niveau und besser gibts auch für ~30€ und teilweise darunter. Solide, aber eben nichts Hervorragendes. Was ich besonders verwunderlich finde ist die Alkoholschärfe bei einem Rum dieser Preislage, insbesondere weil er „nur“ 38,5% hat. Da kenne ich Rums mit 42% wie den Unhiq XO ebenfalls aus dem Hause Oliver & Oliver, oder beispielsweise mit sogar 43% den Mount Gay XO Reserve Cask, die eine geringere Schärfe aufweisen und auch ansonsten den Besseren Deal darstellen.

Da sowohl der Opthimus 25 J., als auch der Opthimus 21 J. im Solera Verfahren hergestellt wurden, erklärt sich auch der wirklich geringe Unterschied zwischen beiden. Die 4 Jahre längere Lagerung könnte rein theoretisch auch nur auf einen einzigen Tropfen einer der vermischten Rums zutreffen. Ob also wirklich ein Großteil des Opthimus 25 J. 4 Jahre länger gereift ist als beim 21 Jahre alten ist zumindest fraglich. Meiner persönlichen Meinung nach, ist also höchstens ein sehr kleiner Teil tatsächlich 25 Jahre alt. Den Aufpreis von ca. 15€ gegenüber seinem jüngeren Bruder ist dieser Rum aber in keinster Weise wert.

=

Erster Eindruck

Vor jedem Tasting gucke ich mir erst einmal das Produkt an und gebe eine Einschätzung zu meinem ersten Eindruck.

In diesem Fall ist der erste Eindruck derselbe wie beim 21 Jahre alten Opthimus Rum, da die Flaschen außer der Jahreszahl identisch sind. Ein ziemlich dunkler Rum in einfacher aber doch eleganter Flasche. Holzverschluss, echter Korken und ein handbeschriftetes Etikett mit Abfüllnummer und limitierung der Abfüllungen unterstreichen die edle Erscheinung. Der erste Eindruck ist für mich also definitiv gut gelungen. Als Geschenk (rein optisch) durchaus geeignet.

Wenig komplex und bitter, aber dafür teuer. Das geht besser.

=

Geruch

Wie der 21 Jahre alte Opthimus auch, riecht auch der Opthimus 25 sehr lange ziemlich sprittig. Ansonsten lässt sich der Süßrum-typische süßliche Karamell / Toffee Geruch vernehmen. Hintergründig eine leicht rauchige, holzige Note und das wars auch schon. Für den Preis bzw. das Alter hätte ich da etwas aufregenderes oder zumindest eleganteres erwartet. Unterscheidet sich aber nur ganz ganz minimal von seinem jüngeren Bruder.

=

Tasting

Im Mund ist der Opthimus 25 erst einmal nicht übertrieben süß und Karamell lässt sich etwas deutlicher herausschmecken als beim Opthimus 21 J. Die leicht rauchige Note, die schon beim Geruch zu vernehmen war, lässt sich ebenfalls schmecken, wenn auch nur hintergründig. Die war beim 21 Jahre alten Opthimus allerdings nahezu gar nicht wahrnehmbar. Deutliche Bitternoten gesellen sich ebenfalls dazu, jedoch minimal weniger als beim 21 Jährigen.
Den Abgang würde ich als mittellang bezeichnen und im Mund verbleibt außer ein wenig Karamell nichts großartig Anderes außer Bitterkeit. Auch hier aber wieder etwas geringer ausgeprägt als beim Opthimus 21 J.
Einige kleine Unterschiede im Geschmack offenbaren sich also schon gegenüber seinem 4 Jahre jüngeren Bruder. Der Opthimus 25 ist insgesamt ein wenig harmonischer wie ich finde. Nicht schlecht, aber eben auch nicht viel komplexer und alles in allem sind es keine deutlichen Unterschiede.

=

Preis / Leistung

Deutlich zu teuer. 30-35€ wäre hier angemessen. Der durchschnittliche Preis von 75€ ist aber in meinen Augen völlig überzogen für das Gebotene. Das können deutlich günstigere Rums besser. Zumal der Opthimus 25 J. auch keine herausragenden Aromen hat, die es bei anderen Rums nicht gäbe.

=

Blindkauf ?

Eher nicht. Er ist zwar nicht wirklich speziell und wäre damit potentiell gut für einen Blindkauf geeignet, aber aufgrund des schlechten P/L Verhältnis und dem generell eher einfachen Geschmacksprofil, für den Preis von 75€ einfach nicht lohnenswert. Da sollte man lieber vorher mal testen, ob der einem vielleicht persönlich doch deutlich mehr zusagt als mir, sodass es einem diesen Preis wert ist.

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