Rum Empfehlung

für Einsteiger

Titelbild Einsteiger Empfehlungen
Als Einsteiger in die Welt des Rum hat man in der Regel noch keine Ahnung worauf man achten sollte und sehr wahrscheinlich weiß man mangels Erfahrung auch noch nicht, in welche geschmackliche Richtung es gehen soll. Auch mit den diversen Begrifflichkeiten kann man zu Beginn wohl eher wenig anfangen. Und wer informiert sich schon wochenlang, bevor er sich einen Rum kauft?

Die überwiegende Zahl der Einsteiger oder auch leicht Fortgeschrittenen orientieren sich also nachvollziehbarerweise an Bewertungen und Empfehlungen in großen Shops. Je mehr Bewertungen es gibt, desto besser kann man sich ein Bild machen.
Das Problem dabei ist, dass die viel verkauften Rums allein durch die Masse schon mehr Bewertungen bekommen, als die weniger oft verkauften Rums. Der Grund dafür ist aber leider nicht unbedingt der überragend gute Geschmack, sondern manchmal einfach das bessere (teurere) Marketing der jeweiligen Hersteller. Informiert man sich im Internet über Rum oder sucht in großen online Shops nach Rum, gelangt man meist sehr schnell an die üblichen Verdächtigen:
Ron Botucal Reserva Exclusiva, Ron Zacapa 23, Plantation XO 20th Anniversary und auch noch gern dabei, der Ron Centenario 20 und Don Papa (7).

Liest man die Herstellerbeschreibungen und sieht die vielen, im Schnitt guten, Bewertungen zu diesen Rums, verwundert es nicht, dass gerade Einsteiger diese Rums dann auch kaufen und vielleicht ebenfalls bewerten. Aufgrund der mangelnden Erfahrung und dem guten Gefühl einen premium Rum vor sich zu haben, fallen genau diese Bewertungen, dann meist auch wieder gut aus. Damit schließt sich der Kreis dann wieder.
Und da dieses Spiel mittlerweile schon einige Jahre so läuft, werden genau diese Rums mittlerweile nahezu allen Anfängern empfohlen. Ich halte diese Auswahl allerdings für eher ungeeignet. Warum erfahrt ihr weiter unten. Für die Ungeduldigen unter euch, hier erst jetzt erst einmal die Rums, welche ich Einsteigern stattdessen empfehlen würde:

Weshalb empfehle ich nun gerade diese Rums?

Rum für Einsteiger sollte meiner Meinung nach nicht übermäßig anspruchsvoll oder extravagant sein. Die typischen Rum Aromen sollten noch gut erkennbar sein. Gefällige, milde und ggf. süße Rums, dürften den Geschmack der meisten Menschen ganz gut treffen. Wobei süß hier nicht unbedingt nachgesüßt heißen muss. Ich würde gerade für Anfänger aber auch ein paar Rums, welche sich etwas vom Mainstream weg bewegen empfehlen. Dadurch lässt sich die riesige Geschmackswelt des Rums etwas besser einordnen und gleichzeitig kann man auch erkennen, wo wohl künstlich nachgeholfen wurde. Wer dann mehr möchte, wird sich sowieso automatisch weiter umsehen.
Beim Vergleichstest der Malecon Rum Reihe ist aufgefallen, dass allesamt sehr gut für Einsteiger geeignet sind. Die Rums sind nicht sonderlich komplex, mild und haben gefällige Aromen von Karamell, Vanille, Würze und Eiche. Durch ihre sehr angenehme, deutliche, aber nicht künstliche Süße, ist die ganze Reihe außerdem sehr zugänglich. Damit ergibt sich hier meiner Ansicht nach eine nahezu ideale Einsteigerkombination.
Erfreulicherweise bietet der Hersteller selbst auch ein Samplepaket* mit je 5cl aller 5 Rums an. Damit bekommt als Einsteiger nicht nur viele Eindrücke für wenig Geld, sondern kann auch gleichzeitig lernen wie sich längere Fasslagerung auf den Geschmack auswirkt. Wie ich selbst beim Test nämlich festgestellt habe, sind die Unterschiede der verschiedenen Malecons nicht groß, aber doch wahrnehmbar. Es ist also ziemlich sicher davon auszugehen, dass der Einzige Unterschied der verschiedenen Abfüllungen tatsächlich nur im Alter besteht, es aber ansonsten dieselben Rums aus denselben Fässern sind.
Für Einsteiger also uneingeschränkt empfehlenswert.

Wie im Tasting zum Foursquare Port Cask Finish Rum schon angekündigt, halte ich ihn für einen ganz hervorragenden Rum für Einsteiger. Denn obwohl er nicht künstlich nachgesüßt ist, hat er eine natürliche Süße aus den alten Portweinfässern, die ihn dennoch zugänglich genug für Einsteiger macht. Die für Barbados typischen seichten Aromen kommen dem sicher auch zu Gute. Zusätzlich ist er nicht all zu komplex, wird Anfänger also auch nicht gleich überfordern. Der Preis von rund 40€ geht hier ebenfalls völlig in Ordnung. Insgesamt ist er damit für Einsteiger absolut hervorragend geeignet.

Den Mount Gay XO habe ich in die Liste aufgenommen, weil er ein reiner, unverfälschter Barbados Rum ist. Kein Zucker und keine Aromen zugesetzt, dabei dennoch mild, seicht und mit den klassischen Karamell- und Toffeenoten. Einfach typisch Barbados Rum. Für einen Preis von EUR 35,90* ist das P/L Verhältnis hier wirklich hervorragend. Da er nicht gesüßt ist, würde ich diesen Rum als einen der ersten guten Rums empfehlen. Das macht die spätere Einordnung der anderen Rums einfacher. Allerdings gilt das nur, wenn man generell schon Erfahrung mit 40%igen Spirituosen hat. Steigt man komplett neu ein, ist ein süßerer Rum als erster Rum, vielleicht ein wenig zugänglicher, da dort der Alkohol weniger intensiv hervor tritt. Der Foursquare Port Cask Finish, oder die Malecon Reihe aus dieser Empfehlung sind auch noch einmal ein Stück süßer als der Mount Gay. Wem das auch noch zu wenig ist, dem empfehle ich den Ron Malteco 10 als Rum für den Anfang und danach dann Schritt für Schritt die Anderen aus der Liste.
Als nächsten würde ich den Ron Barcelo Gran Anejo für EUR 17,79* empfehlen. Er kommt nicht an die Feinheit und Vielfalt des Mount Gay XO heran, hat aber ein angenehmes Vanillearoma und ist ein wenig schärfer. Da merkt man dann schon, dass der Mount Gay mit 8-15 Jahren länger gereift ist, als der Gran Anejo mit 6 Jahren. Aber anhand dessen, lässt sich dann gut die Alkoholschärfe bei anderen Rums abschätzen. Schön finde ich hier auch, dass er recht einfach ist und man die Aromen auch als Einsteiger gut separieren kann. Meiner Meinung nach ist er etwas süßer als der Mount Gay. Auch dieser Rum ist aber noch jenseits von den klassischen Süßrums, welche sonst empfohlen werden.
Der Ron Malteco 10 ist mit einem Preis von EUR 23,80* ebenfalls ein absoluter P/L Kracher. Er bietet Mainstream Geschmack, allerdings mit einigen interessanten Röst-, Holz- und Raucharomen, die man sonst in dieser Klasse nicht findet. Mit seinen 10 Jahren ist er etwas milder als der Ron Barcelo Gran Anejo und zusätzlich gesüßt. Die genaue Menge Zucker ist zwar nicht bekannt, es ist aber offensichtlich. Wer vorher die drei anderen Rums probiert hat, wird den Unterschied auch sofort schmecken und weiß ab diesem Moment auch ganz genau, woran man sicher erkennt ob Rums gesüßt und / oder aromatisiert sind. Beim Gran Anejo, Foursquare und Mount Gay XO war der Geschmack noch leicht süßlich und die Aromen auch eher seicht, während man bei gesüßten Rums die Süße sofort beim ersten Schluck sehr bewusst merkt. So auch hier beim Ron Malteco 10. Das macht ihn nicht automatisch zu einem schlechten Rum, man sollte sich aber bewusst sein, dass künstlich nachgeholfen wurde. Schmecken kann und darf er selbstverständlich dennoch.

Als Letzten in der Einsteigerliste habe ich den Pusser’s British Navy Nelson’s Blood 15 Jahre für
EUR 59,99* ausgesucht. Auch er ist höchstwahrscheinlich gesüßt wenn man nach dem Geschmack geht. Selbst wenn sein Zuckergehalt noch in einem Rahmen ist, der mit ganz viel Wohlwollen so gerade noch innerhalb der Messtoleranz liegt. Ausgesucht habe ich ihn aber nicht deswegen, sondern weil er sich meiner Meinung nach geschmacklich etwas vom Mainstream weg bewegt. Er hat nämlich im Geruch ziemlich deutliche Esternoten (Erklärung im Tasting). Im Geschmack sind die zwar kaum noch präsent aber zumindest noch leicht wahrnehmbar. Er ist damit noch gemäßigt genug, um ihn auch als Einsteiger gut trinken zu können und gibt aber gleichzeitig durch den kleinen Anteil an Esteraromen einen schönen Ausblick in eine völlig andere Geschmacksrichtung von Rum, abseits der üblichen Karamell- und Toffeearomen. Wer das gut findet, sollte sich dann besonders die Rums aus Jamaika mal näher ansehen. Und wer die volle Esterdröhnung haben will, findet bei der Hampden Destillerie sicher seinen Favoriten.

Nachdem ihr jetzt meine Anfängerempfehlungen für Rum kennt, nun auch noch wie angekündigt die Gründe, warum ich die Bestseller größtenteils für keine gute Wahl halte. Das ist dabei gar nicht mal so sehr auf Einsteiger bezogen, sondern viele dieser Rums sind für das Geld in meinen Augen generell keine so gute Wahl. Das Marketing und die Verfügbarkeit ist bei denen halt nur besonders gut.

Ron Zacapa 23

Früher mal, war er wohl richtig gut. Ich habe leider noch keine alte Version davon trinken dürfen, aber was man so hört und liest, wohl kein Vergleich zu heute. Das muss auch stimmen, denn wie im Tasting bereits beschrieben, bietet er heute für das Geld einfach zu wenig. Er ist mittlerweile einfach Massenware mit bekanntem Namen. Die Zahl 23 ist auch nur noch der Marke geschuldet und nicht mehr wirklich eine Altersangabe. Denn wie ich bei der Erklärung des Solera Verfahrens schon angemerkt habe, wird auch die Solera natürlich jedes Jahr ein Jahr älter. Die Altersangabe auf der Flasche, müsste sich also ebenfalls verändern, wenn sie wirklich das Alter kennzeichnen soll.
Davon abgesehen lässt sich der Alkohol gut herausschmecken, zudem hat er vergleichsweise viele Bitternoten und wenig Aromenvielfalt. Dies wird dann einfach mit Zucker versucht zu übertünchen. Gemessen wurden immerhin je nach Quelle 21-41g/l Zucker. Also für EUR 44,90*, hat das für mich wenig mit premium Rum zu tun. Hier kauft man in meinen Augen ganz klar das Image und den Namen. Eine Empfehlung, besonders für Einsteiger kann das dann aber wirklich nicht mehr sein.

Don Papa (7)

Die 7 in Klammern, weil es hierbei um den 7 Jährigen Don Papa geht, der allerdings meist einfach nur Don Papa genannt wird. Auf der Flasche ist ebenfalls nur an der Seite ein ganz kleiner Hinweis auf die 7 Jahre zu finden. Die Meisten wissen deshalb gar nicht, dass es auch noch einen 10 Jährigen Don Papa gibt, weil er kaum beworben wird.
Also die guten Bewertungen beim Don Papa sind für Rum Kenner ziemlich unverständlich, denn wer schon einmal wirklich guten Rum getrunken hat, merkt sofort, dass der Don Papa künstlich verändert worden sein muss. Ein solches Aroma bekommt man nicht rein aus Fasslagerung. Das wurde ja auch in einer Laboruntersuchung nachgewiesen. Bekannt ist, dass 359mg/l Vanillin, 29g/l Zucker und 2,4g/l also 2400mg/l Glycerin zugesetzt wurden. Und das schmeckt man auch. Der Don Papa schmeckt übertrieben nach künstlicher Vanille und Candy. Premium ist hier leider überhaupt nichts. Und das dann zu einem Preis von EUR 31,90*…
Die positiven Bewertungen zu diesem Rum kommen also von Einsteigern, die nichts Anderes kennen und vielleicht glauben, dass guter Rum so schmecken würde, oder von Menschen die explizit dieses sehr süße, künstliche Aroma mögen. Das kann man natürlich so sehen und über Geschmack lässt sich bekanntlich auch nicht streiten, aber mit gutem Rum hat das eben nichts mehr zu tun. Deswegen würde ich auch Niemandem, der sich für Rum interessiert, den Don Papa empfehlen. Eher als abschreckendes Beispiel für später mal, aber garantiert nicht für den Anfang.

Ron Centenario 20

Der Ron Centenario 20 ist in meinen Augen leider auch völlig zu Unrecht gelobt. Er schmeckt wie ein mittelmäßiger Rum, dem so lange Zucker beigemischt wurde, bis er einigermaßen zu ertragen ist. Er hat nichts, was man unbedingt mal probiert haben müsste. Das Karamellaroma bekommt man auch bei anderen Rums, nur besser. Der Alkohol ist schon recht deutlich schmeckbar und selbst bei so viel Zucker ist noch eine ordentliche Portion an Bitterstoffen mit dabei. Eine Kombination die mich absolut nicht überzeugen kann. Und das Ganze dann auch noch zum Premiumpreis von EUR 58,75*. Diesen Rum würde ich Einsteigern also garantiert nicht empfehlen. Eigentlich würde ich den Niemandem empfehlen.




Ron Botucal Reserva Exclusiva

Der Ron Botucal Reserva Exclusiva ist wie auch der Ron Zacapa 23 ein absoluter Bestseller Rum. International bekannt, in vielen Filmen über Product Placement zu sehen und nahezu überall erhältlich. Doch macht ihn das auch zu einem guten Rum? Ich finde nein, kann jedoch nachvollziehen, dass viele Menschen ihn gern trinken. Mit seinen 44g/l Zucker ist er wie alle in dieser Riege ordentlich nachgesüßt und daher sehr gefällig. Die Mehrheit der Menschen mag nun einmal süßes. Er ist vergleichsweise fruchtig und prägt den Begriff „Rumrosinen“ beim Geschmack wie kein Zweiter. Viel mehr als das, erwartet einen dann aber auch nicht. Süße und Rumrosinen sind im Prinzip das, was den Botucal geschmacklich auszeichnet. Er ist grundsätzlich kein schlechter Rum und ich finde, irgendwann sollte ihn Jeder, der sich für Rum interessiert, auch mal probiert* haben. Alleine schon durch seinen „Kultstatus“ mittlerweile. Aber er hat eben auch nichts Herausragendes und von der starken Süße mal abgesehen auch nichts, was ihn besonders empfehlenswert für Anfänger machen würde. Wäre das mein erster „premium“ Rum gewesen, wäre ich glaube ich eher abgeschreckt gewesen, da er halt auf seine Art schon recht speziell ist und wie ich finde nicht den „typischen“ Rum Geschmack verkörpert.
Deswegen ist er in meiner Einsteigerliste nur unter Vorbehalt aufgeführt. Wer ihn unbedingt anfangs schon probieren will, macht mit dem Kauf sicherlich nicht viel falsch, empfehlen würde ich ihn aber erst später mit mehr Erfahrung.

Plantation XO 20th Anniversary

Der Plantation XO 20th Anniversary ist ein guter Rum, keine Frage. Ganz nebenbei auch mein allererster „premium“ Rum. Aber genau deswegen weiß ich auch, wie mein damaliger Eindruck beim ersten Probieren war. Ich hatte die vielen überschwänglichen Bewertungen und Auszeichnungen gelesen und war mir sicher, der kann nur super sein. Bis dahin kannte ich ja nur Supermarkt Rum und konnte mit pur trinken von Spirituosen sowieso nicht all zu viel anfangen. In den Bewertungen wurde hervorgehoben wie toll er nach Karamell, Vanille und Kokos schmeckt und wie unglaublich weich er sei. Das traf genau meinen Geschmack, also war ich mir sicher, dass ich bedenkenlos zugreifen konnte.
Der erste Schluck hat mich dann auf den Boden der Tatsachen zurück geholt… Noch mal zur Erinnerung, es ist ein guter Rum…, ABER das, was ihn gut macht, wird man als Einsteiger sehr sicher nicht erkennen können. So ging es mir und auch einigen Freunden, die mit Rum bis dahin nichts am Hut hatten und die ich probieren ließ.
Ich fand ihn nämlich überhaupt nicht weich. Ganz im Gegenteil sogar, ich hatte mir von einem Rum für EUR 41,90* deutlich mehr Milde versprochen. Karamell und Vanille? Ja, ließen sich erkennen, wenn man sich etwas darauf eingelassen hat, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß wie beschrieben. Kokos konnte ich überhaupt nicht wahrnehmen und auch sonst keine der unzähligen Aromen die ihm nachgesagt werden. Und mit dieser Meinung war ich nicht alleine. Rückblickend interessant ist auch, dass ich ihn damals überhaupt nicht süß empfunden habe und das für mich eben normaler Rum Geschmack war. Trinke ich den Plantation XO 20th Anniversary heute, schmecke ich sofort als erstes die (künstliche) Süße heraus. Deswegen empfehle ich Einsteigern als erste Rums auch gerade welche, die nicht nachgesüßt sind.

 

Warum also, halte ich den Plantation nach diesem Erlebnis trotzdem noch für einen guten Rum?

Das liegt daran, dass er ein vergleichsweise komplexes Zusammenspiel feiner Aromen hat. Karamell und Vanille sind, wie bei den meisten Rums aus Barbados, recht klar vordergründig zu schmecken. Hat man aber etwas mehr Erfahrung und trinkt nach und nach immer mal wieder auch den Plantation XO 20th Anniversary wird man noch deutlich mehr Aromen herausschmecken. Diese sind nicht aufdringlich und meist nur hintergründig, aber sie sind schmeckbar. Ich kann auch nicht jedes Mal die gleichen Aromen schmecken, es ist von der Tagesform, Temperatur, ob meine Nase komplett frei ist und von vielen anderen kleinen Faktoren abhängig. Das viel berichtete Kokosaroma, konnte ich beispielsweise erst nach ca. einem Jahr herausschmecken. Wenn man sich bewusst darauf einlässt hat er aber wirklich eine Fülle an verschiedenen Aromen. Einzig die Alkoholschärfe empfinde ich auch heute noch so wie damals. Er ist gut trinkbar, aber es gibt durchaus mildere Rums.

Auch das Nachsüßen hätte nicht sein müssen, das überlagert leider vieles, aber dadurch wird er natürlich deutlich massentauglicher. Insgesamt ist er also schon gut, aber dennoch in seiner aktuellen Version overhyped und für mein Empfinden deswegen auch etwas zu teuer. Die alte Version soll ja Berichten zufolge deutlich besser gewesen sein und hatte wohl auch ein viel stärkeres Kokosaroma.
Nur all das, wird man als Einsteiger wohl eher nicht so sehen. Wie auch? Ohne Erfahrung und ein bisschen Wissen über Rum, weiß man ja auch nicht worauf man überhaupt achten muss und hat überhaupt keinen Vergleich. Ging mir ja damals nicht anders.
Beim Plantation XO gilt also ähnliches wie beim Botucal. Er ist durchaus eine Erfahrung wert und man macht damit sicher nichts falsch, aber gerade für Einsteiger sehe ich ihn nicht unbedingt als „must have“ an. Die Wahrscheinlichkeit, dass er nämlich die Erwartungen nicht erfüllen kann, schätze ich als recht hoch ein. Für den Start würde ich also die Rums empfehlen, die ich oben aufgelistet habe.

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