Vizcaya VXOP Cask No. 21 Tasting

Gesamtwertung

76/100

Datenblatt

Herkunft: Dominikanische Republik
Destillerie / Hersteller: Oliver & Oliver
Alter: 8 Jahre

Herstellungsverfahren: Blend (Die Nr. 21 auf Flasche als angebliche Fassnummer, kann getrost ignoriert werden. Wie groß soll denn bitte das Fass Nr. 21 sein, damit man da mehrere Tausend Flaschen raus kriegt?)
Alkohol: 40%

Preis: EUR 52,26*

Bekannte zugesetzte Stoffe: 28 g/l Zucker, Zuckerkulör zur Färbung

  • Geruch 80%
  • Geschmack 77%
  • Süße 77%
  • Milde 85%
  • Preis / Leistung 59%
  • Gesamt 76%
P

Sehr mild

P

Einsteigerfreundlich

O

Bekannte Aromen

O

P/L nicht das Beste

O

Wenig komplex




Zusammenfassung

Der Vizcaya VXOP Cask No. 21 ist kein schlechter Rum und definitiv angenehm trinkbar. Aber er ist leider mit 28g/l Zucker auch recht stark nachgesüßt und bietet nichts Interessantes oder Außergewöhnliches. Besonders für den gehobenen Preis hätte ich da ein wenig mehr erwartet. Für Einsteiger also durchaus in Ordnung, für Fortgeschrittene viel zu langweilig. Diese Aromen und Qualität kann man auch für rund 35€ und teilweise darunter bekommen.

=

Erster Eindruck

Da ich vom Vizcaya VXOP Cask No. 21 selbst nur ein Sample habe, möchte ich an dieser Stelle gar nicht viele Worte zur Aufmachung verlieren. Ich könnte ebenfalls nur die Bilder der Shops bewerten und dort sieht er für mich ganz ansprechend und dem Preis entsprechend gut aus. Aber seht einfach selbst:
*

Leider auch nur ein weiterer nachgesüßter Standard Rum.

=

Geruch

Der Vizcaya VXOP ist selbst frisch im Glas kaum alkoholisch scharf. Man riecht Vanille, Honig und Karamell. Er erinnert mich leicht an den Geruch vom Ron Malteco 20. Etwas Würze und ganz wenig Holz lassen sich ebenfalls erkennen. Insgesamt ein recht süßlicher, aber durchaus ganz angenehmer Geruch ohne Fehlnoten.

=

Geschmack

Wie bei 28g/l Zucker zu erwarten war, schmeckt man als erstes natürlich fast unweigerlich die Süße. Aufdringlich wirkt sie hier allerdings glücklicherweise nicht. Direkt danach fällt sofort der starke Honig- und Vanillegeschmack auf. Auch etwas Toffee ist mit dabei. Wie schon beim Geruch, fällt auch im Geschmack die alkoholische Schärfe erstaunlich gering aus. Der Vizcaya VXOP Cask No. 21* ist wirklich sehr mild. Die Bitterstoffe halten sich im Mund stark zurück, sind aber dennoch wahrnehmbar. Erst im Abgang werden sie deutlich präsenter.
Der Abgang selbst ist vergleichsweise kurz. Kaum heruntergeschluckt, sind die Aromen auch schon weg. Über bleibt nichts außer ein wenig Süße mit Karamellnoten und eben einige leichte Bitterstoffe. Ich würde ja gern noch mehr dazu schreiben, aber viel mehr gibt der Vizcaya VXOP leider nicht wirklich her. Das Tasting hier fällt diesmal also wohl etwas kürzer aus. Immerhin kann ich auch keine Fehlnoten oder Störendes entdecken.
Auch wenn er kein Solera Rum ist, so reiht sich der Vizcaya VXOP Cask No. 21 dennoch in die Riege der nachgesüßten 0815 Soleras aus Massenproduktion ein. Ganz gut trinkbar und auch sehr mild, aber das wars dann halt auch schon.

Er ist sehr süß und was die Aromen angeht gibts ebenfalls nur Bekanntes in Form von Vanille, Karamell und Honig. Besonders für Einsteiger sicher kein Fehlkauf, aber vom Hocker reißen wirds wohl auch Niemanden. Da hätte ich für den Preis von EUR 52,26* schon ein klein wenig mehr erwartet. Für Fortgeschrittene daher meiner Ansicht nach ziemlich ungeeignet.
Den Geschmack finde ich sehr ähnlich wie den des Ron Malteco 20, nur mit weniger Würze und nahezu kaum vorhandener Rauchigkeit. Wer also den Malteco 20 kennt und mag, für den dürfte der Vizcaya VXOP Cask No. 21 eine Überlegung wert sein.

=

Preis / Leistung

Den Preis von EUR 52,26* finde ich für das Gebotene sehr grenzwertig. Es ist so gerade noch in Ordnung, angemessener hätte ich aber einen Preis in der 30-39€ Region gefunden. Für den Preis findet man nämlich bei anderen Rums die gleiche Qualität und die Aromen stellen hier auch keine Besonderheit dar. Zu Gute halten kann man dem Vizcaya VXOP Cask No. 21 allerdings seine sehr angenehme Milde und das Fehlen jeglicher störender Noten. Ist insgesamt sehr rund und weich, wenngleich das natürlich künstlich erkauft ist.

=

Blindkauf ?

Absolut problemlos, solange man süße Rums mag oder alternativ noch gar keine großartige Rum Erfahrung hat. Fehlnoten gibts jedenfalls keine. Fortgeschrittene sollten aber doch lieber vorher mal ein Sample probieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Vizcaya VXOP Cask No. 21 ihnen nämlich einfach zu langweilig ist, halte ich für sehr hoch.

Geschmacklich vergleichbar ist der Vizcaya VXOP grundsätzlich mit vielen nachgesüßten 0815 Rums in der Region von 25-55€. Was mir aber beim Geruch und auch beim Geschmack sofort aufgefallen ist, ist die sehr große Ähnlichkeit mit dem Ron Malteco 20. Den Malteco finde ich ein wenig würziger und mit einer leichten Rauchnote, die beim Vizcaya fehlt, aber ansonsten sehe ich die beiden wirklich sehr nah beieinander.




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